Meine Haupttätigkeit ist seit 1986 im Kinderzentrum München.
Als Nebentätigkeit untersuche ich Kinder mit orofazialen / mundmotorischen Problemen auch in:
- Augsburg, Praxis
- Hamburg, Werner-Otto-Institut
- Bielefeld, SPZ Bethel
- Stuttgart, SPZ im Olgahospital
- Göppingen, SPZ der Kinderklinik
- Köln, Praxis für Physiotherapie+Logopädie
- Paderborn, Therapiezentrum
- Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Gütersloh
- und anderen bei Bedarf
Die Untersuchungen benötigen meist eine Überweisung von behandelnder Kinderärztin/arzt, ausgestellt an „Kinderarzt“.
Worum geht es bei der OROFAZIALEN Diagnostik bei behinderten Kindern?
Kinder mit neurologischen Krankheiten, z.B. mit Zerebralparese, mit Down- und anderen Syndromen haben meist auch mundmotorische Probleme:
Trinkschwäche, Schluckstörungen, Eß- und Kaustörungen, Speichellaufen, Zungenprotrusion, Artikulationsstörungen, Zahn- und Bißanomalien (die oft Folge jahrelanger oraler Dysfunktionen sind), usw.
Frühe Diagnostik und Therapie sind wichtig, da die Verfestigung der genannten Dysfunktionen und die Entwicklung der Folgeprobleme verhindert oder vermindert werden können.
Frühe diagnostische Möglichkeiten sind z.B.:
- Genaues Beobachten der Mund-Gesichts-Bewegungen beim Trinken, Essen, Speichel-schlucken, Lachen, Sprechen usw.
- Fühlen des Gewebes im Mund-Gesichts-Halsbereich und probeweises Beeinflussen mit Therapieelementen, z.B. manueller Vibration.
Evtl. kommen ergänzend hinzu:
- Radiologische Videodarstellung des Mundes, Rachens und Schluckens
- Endoskopische Videodarstellung des Rachens und des Schluckens durch die Nase
- Ultraschalldarstellung der Zungenbewegung usw.
Frühe therapeutische Möglichkeiten sind z.B.:
- Orofaziale Therapie im Castillo Morales-Konzept, auch inklusive Gaumenplatten,
- Konzept nach Pörnbacher (NEPA Konzept), Padovan und Bobath, Myofunktionelle Therapie…
In Absprache mit den Therapeuten (speziell ausgebildete Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten) und ggf. Zahnarzt/Kieferorthopäde erarbeite ich ein auf den Patienten individuell angepasstes Therapie-konzept. Mit dem Castillo Morales-Konzept habe ich am meisten gearbeitet und bin Lehrtherapeut.
Oft ist eine Unterstützung der Mundtherapie mit einer Gaumenplatte nach Castillo Morales oder mit anderen locker sitzenden kieferorthopädischen Geräten sinnvoll. Bei Patienten um den puberalen Wachstumsspurt sind oft ohnehin funktionskieferorthopädische Geräte indiziert. Sie tragen in verschiedener Weise zur Harmonisierung der Kieferstellung zueinander und somit indirekt zur Funktionsverbesserung bei.
Die Zusammenarbeit mit Zahnarzt und Kieferorthopäde ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.
Ausserdem arbeite ich als Lehrtherapeut und Vorstandsmitglied in der Castillo Morales Vereinigung mit und biete Seminare über orofaziale Probleme an, siehe dort.
Letztes update der Seite: August 20 2010 19:14:09.