Info I
Dr. med. Johannes G. Limbrock
Kinderarzt. Rehabilitationswesen.
Lehrtherapeut für das Castillo Morales®-Konzept (Castillo Morales® Vereinigung e.V.)
Mitglied der Dt. Gesellschaften für Neuropädiatrie und für Klinische Neurophysiologie
Kinderzentrum München, 81377 München, Heiglhofstr.63
Tel. 01728463938, Mo-Do 089-71009223
E-mail: limbrock@oral-motorik.de, limbrock.j@gmx.de
Das Castillo-Morales Konzept® – ein Überblick
oder
Infoseminar: das Castillo-Morales® Konzept
2-tägiges Seminarangebot
2011
Das Castillo Morales® – Konzept ist ein ganzheitliches, neurophysiologisch orientiertes Behandlungskon-zept für die Behandlung von sensomotorischen und orofazialen Störungen bei Kindern und Erwachsenen.
Es unterscheidet sich von anderen Konzepten, da eine wichtige Grundlage die Philosophie und Anthropologie der lateinamerikanischen Ureinwohner darstellt, aus der der umfassende Kommunikationsbegriff und die innere Haltung zum Kind entspringen. Respekt vor der Person des anderen und Zutrauen in die Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Entwicklung ist Basis jedes zwischenmenschlichen Kontaktes.
Das Konzept beinhaltet die Förderung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten (Neuromotorische Entwicklungstherapie, NET) mit einem orofazialen Behandlungsschwerpunkt (orofaziale Regulationstherapie ORT).
Ziele der Behandlung:
- Erweiterung der nonverbalen und verbalen Kommunikationsmöglichkeiten
- Wahrnehmungsentwicklung (z.B. Spüren, Sehen, Hören)
- Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung
- Aktivierung und Regulierung der orofazialen Funktionen (Saugen, Schlucken, Speichelkontrolle, Kauen, Mimik, Artikulation)
- Förderung der Eigeninitiative und Selbstständigkeit (z.B. bei Kommunikation, Essen und Trinken, Fortbewegung)
- Unterstützung der elterlichen Kompetenz
- Vermeiden sekundärer Pathologie.
Wer wird behandelt?
Frühgeborene, Säuglinge, Kinder und Erwachsene mit:
- Muskelhypotonie, z.B. bei Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom und anderen Syndromen.
- Orofaziale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Fazialisparese, Möbius-Syndrom, Pierre-Robin-Sequenz oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
- Zentralmotorischen Störungen und Mehrfachbehinderung z.B. bei Zerebralparese oder Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
- Peripheren Paresen z.B. Plexusparesen oder Myelomeningozelen
- Neuromuskuläre Erkrankungen
Zusammenarbeit:
Es bedarf des intensiven Austauschs von betreuenden ÄrztInnen und TherapeutInnen und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Patienten und seiner Familie, um zu einem gemeinsamen Verständnis seiner Grundproblematik zu finden.
Seit den 80er Jahren, in denen das Konzept in Kursen von 2mal 2 Wochen Dauer gelehrt wurde, hat es sich sehr erweitert und verfeinert und wird jetzt nur in 6-Wochen-Kursen angeboten.
Dieses Infoseminar ersetzt keinen Teil des Kurses und befähigt nicht zur Anwendung der Therapie.
Das Handwerkszeug /Technik des Konzeptes, hier z.B. die Vibration, wird vorgestellt, praktisch erfahren und geübt und es werden Wege zur Umsetzung in die Therapie vermittelt
In Selbsterfahrung wird das Zusammenspiel zwischen Körper und Kopfhaltung und den orofazialen Strukturen erlebt und untersucht.
Durch gemeinsames Arbeiten untereinander im Gesichtbereich vermitteln die Referenten Wege zur Aktivierung der z.B. an der Nahrungsaufnahme /Kommunikation beteiligten Strukturen.
Bitte bequeme Kleidung anziehen, ein Kissen und eine Decke und -wenn möglich – eine Puppe mitbringen.
Das Seminar dauert 2 Tage, umfasst 14 Unterrichtseinheiten á 45 min (z.B. am Samstag 11-18.00, und am Sonntag 9-14.00, jeweils mit Pausen) und richtet sich an Logopäden, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Zahnärzte, Kieferorthopäden und Ärzte (diese Berufsgruppen könnten an einem 6-wöchigen Ausbildungskurs teilnehmen), ist aber auch offen für andere Berufsgruppen. Ziel ist ein tiefer Einblick in das Castillo Morales® – Konzept, um sich evtl. für einen Ausbildungskurs zu entscheiden.
Benötigte Arbeitsmaterialien: Video (VHS), PC mit Beamer, Overhead, Behandlungsmatten für ½ TN-Zahl
Teilnehmer: s.o., bis 30; für die Hälfte der TN sind Matten für Übungen auf dem Boden erforderlich. Wenn möglich sollten die TN eine Therapiepuppe für Übungen mitbringen.
Referenten: 2 LehrtherapeutInnen für das Castillo Morales® – Konzept, z.B. Dr.Limbrock und Kollegin
Dr. med. Johannes G. Limbrock
Info I-b
Sonder- Infoseminar: Orofaziale Regulationstherapie im Castillo Morales® -Konzept
1-tägiges Seminarangebot
2011
Das Castillo Morales® – Konzept ist ein ganzheitliches, neurophysiologisch orientiertes Behandlungskonzept für die Behandlung von sensomotorischen und orofazialen Störungen bei Kindern und Erwachsenen.
Es unterscheidet sich von anderen Konzepten, da eine wichtige Grundlage die Philosophie und Anthropologie der lateinamerikanischen Ureinwohner darstellt, aus der der umfassende Kommunikationsbegriff und die innere Haltung zum Kind entspringen. Respekt vor der Person des anderen und Zutrauen in die Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Entwicklung ist Basis jedes zwischenmenschlichen Kontaktes.
Das Konzept beinhaltet die Förderung der sensorischen und motorischen Fähigkeiten (Neuromotorische Entwicklungstherapie, NET) mit einem orofazialen Behandlungsschwerpunkt (orofaziale Regulationstherapie ORT).
- Erweiterung der nonverbalen und verbalen Kommunikationsmöglichkeiten
- Wahrnehmungsentwicklung (z.B. Spüren, Sehen, Hören)
- Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung
- Aktivierung und Regulierung der orofazialen Funktionen (Saugen, Schlucken, Speichelkontrolle, Kauen, Mimik, Artikulation)
- Förderung der Eigeninitiative und Selbstständigkeit (z.B. bei Kommunikation, Essen und Trinken, Fortbewegung)
- Unterstützung der elterlichen Kompetenz
- Vermeiden sekundärer Pathologie.
Frühgeborene, Säuglinge, Kinder und Erwachsene mit:
- Muskelhypotonie, z.B. bei Down-Syndrom, Prader-Willi- und anderen Syndromen.
- Orofaziale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Fazialisparese, Möbius-Syndrom,
Pierre-Robin-Sequenz oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
- Zentralmotorischen Störungen und Mehrfachbehinderung z.B. bei Zerebralparese oder Zustand
- nach Schädel-Hirn-Trauma
Schwerpunkt dieses Infoseminares ist die Orofaziale Regulationstherapie im Castillo Morales® - Konzept, inclusive Gaumenplatten.
Das Castillo Morales® – Konzept füllte bei seiner Einführung in Deutschland vor 30 Jahren mit seinem orofazialen Teil eine große Lücke. Es verbindet in gelungener Weise eine ganzheitliche Sicht des Kindes und den neurophysiologischen ganzkörperlichen Zugang zum orofazialen Komplex mit der funktionellen Kieferorthopädie: sowohl vorbereitend und unterstützend für die Zahnregulierung als auch mit rationalem Einsatz kieferorthopädischer Geräte für die Rehabilitation.
Die Gaumenplatte nach Castillo-Morales ist ursprünglich ein funktionskieferorthopädisches Gerät. Neu ist die Modifikation dieser Platte mit Stimulationskörpern, um - zunächst bei Kindern mit Down-Syndrom - die vorverlagerte Zunge in den Mund zu orientieren und die hypotone und inaktive Oberlippe zu aktivieren. Daher erhielt die Platte einen hohlzylinderartigen Knopf am dorsalen Rand der oralen Fläche, an dem die Hinterzunge unwillkürlich spielen bzw. sich andrücken soll. Der vordere Stimulator für die Oberlippe befindet sich im Mundvorhof.
Die Erfahrungen in mehreren Ländern (besonders Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, Österreich, Schweden, Schweiz, Norwegen) haben zu vielen Variationsmöglichkeiten der Gaumenplatte geführt. Am wichtigsten ist weiterhin der Zungenstimulator, am bewährtesten der Hohlzylinder an der A-Linie.
Dabei bestätigte sich auch die Regel, die Dr. Castillo Morales schon immer sehr am Herzen lag:
Die Gaumenplatte ist wie jede andere enorale apparative Stimulation nur eine selten nötige begleitende Hilfe bei manueller Mundtherapie. Indikation und Kontrollen sollten in den Händen eines interdisziplinären Teams aus Kinderärztin/Kinderarzt, LogopädIn/KrankengymnastIn/ErgotherapeutIn mit Spezialausbildung sowie KieferorthopädIn/ Zahnärztin/Zahnarzt liegen. Durch diese Teamarbeit ist die Häufigkeit der Gaumenplatten zurückgegangen, weil ihre Indikation präziser geworden ist. Z.B. brauchen nur noch ca. 5% der Kinder mit Down-Syndrom eine Gaumenplatte. Häufig muss vor jeder apparativen Stimulation ein Abbau der Überempfindlichkeit auf Berührung erfolgen. Dies ist Aufgabe der Therapeutin zusammen mit den Eltern.
Seit den 80er Jahren, in denen das Konzept in Kursen von 2mal 2 Wochen Dauer gelehrt wurde, hat es sich sehr erweitert und verfeinert und wird jetzt nur in 6-Wochen-Kursen angeboten.
Dieses Infoseminar ersetzt keinen Teil des Kurses und befähigt nicht zur Anwendung der Therapie.
Wir werden das „Handwerkszeug /Technik“ des Konzeptes, hier z.B. die Vibration, vorstellen, praktisch erfahren und üben, und auch Wege zur Umsetzung in die Therapie aufzeigen. In Selbsterfahrung erleben und untersuchen wir das Zusammenspiel zwischen Körper und Kopfhaltung und den orofazialen Strukturen. Durch gemeinsames Arbeiten untereinander im Gesichts- und Mundbereich erforschen wir Wege zur Aktivierung der z.B. an der Nahrungsaufnahme /Kommunikation beteiligten Strukturen.
Das Seminar umfasst 8 Unterrichtseinheiten á 45 min und dauert je nach Pausen z.B. 10-17.30 (10-11.30, 11.45-13.15, 14.15-15.30, 15.45-17.30 ) und richtet sich an Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Zahnärzte, Kieferorthopäden und Ärzte (diese Berufsgruppen könnten an einem 6-wöchigen Ausbildungskurs teilnehmen), ist aber auch offen für andere Berufsgruppen. Ziel ist ein tiefer Einblick in das Castillo Morales® – Konzept, um sich evtl. für einen Ausbildungskurs zu entscheiden.
Benötigte Arbeitsmaterialien: Video (VHS), PC mit Beamer, Overhead, Behandlungsmatten für ½ TN-Zahl
Teilnehmer: s.o., bis 26; für die Hälfte der TN sind Matten für Übungen auf dem Boden erforderlich. Wenn möglich sollten die TN eine Therapiepuppe für Übungen mitbringen.
Referent:- Dr. Limbrock (Lehrtherapeut für das Castillo Morales® - Konzept)
Letztes update der Seite: June 08 2011 22:07:46.